Leseprobe "Janusblut. Der Templer Code."

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Rezensionen zu "Janusblut. Der Templer Code."

Rezension von "Janusblut. Der Templer Code." bei geniallokal

Kommt mit ins mystische Wien auf eine geheimnisvolle Schatzsuche! Der Wirtschaftswissenschaftlerin Sylvia Vandermeer ist mit „Janusblut. Der Templercode“ ein überzeugendes Romandebüt voller Mystik, Geheimbünde, Verschwörungen und Hohepriesterinnen gelungen: Was hat es mit dem steinernen Artefakt auf sich, dem nicht nur der Ritualforscher Daniel Kremser und die herrlich-fesche Alleskönnerin Kim Winter durch Templerkirchen, unterirdische Kapellen, stillgelegte Salzstollen und die venezianischen Kanäle hinterherjagen? Ist es wirklich das Herz Jesu, dem unter anderem die Kreuzzüge galten, oder ein noch älteres mythisches Objekt sumerischer Herkunft? Oder ist es gar nicht irdischen Ursprungs? Und was hat die doppelköpfige Statue des Janus, des römischen Gottes von Anfang und Ende, damit zu tun? „Janusblut“ ist ein spannender Pageturner, der sich mit lebendiger Quelleninterpretation, Kreativität und Verstand an mystischen Fragen macht.

 

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Buchbesprechung Janusblut von Stefan Federbusch ofm

Unter dem Titel „Janusblut. Der Templer Code“ und dem zusätzlichen „Mystic Vienna“ auf dem Cover würden vermutlich die wenigsten einen franziskanischen Bezug vermuten. Und doch hat die Autorin Sylvia Vandermeer einige franziskanische und sogar klarianische Anklänge in ihren Krimi hineinverwoben. Allerdings dauert es bis zur Seite 201, ehe Bruder Gabriel als Retter in der Not auftaucht und sich als Franziskaner erweist – mit brauner Mönchskutte unter einem langen Ledermantel auf einem Motorrad. Beheimatet ist er im Franziskanerkloster in Wien, der Stadt, in der die Handlung neben einem weiteren Handlungsstrang in Venedig hauptsächlich spielt. Ein zweiter Franziskaner kommt ins Spiel, Bruder Martin. Es steht zu vermuten, dass die Namensgebungen eine Referenz an die Brüder in Waren an der Müritz sind, der Autorin gut bekannt, hat sie ihren Wohnsitz nicht allzu weit entfernt auf Rügen. Ein bedeutsames Ereignis aus dem Leben des hl. Franziskus spielt eine zentrale Rolle im Handlungsgeschehen bzw. ist der Auslöser der geschilderten Entwicklungen. Sylvia Vandermeer greift die Begegnung von Franziskus und dem Sultan aus dem Jahr 1219 auf. Franziskus habe vom Sultan nicht nur ein „elfenbeinernes Rohr“ erhalten, das in der Grabeskirche von Assisi zu besichtigen sei, sondern zudem ein besonders kostbares Artefakt, eine Reliquie, nämlich das Herz Jesu. Franziskus habe es auf Anraten von Caesar von Speyer, der eine Gruppe Kreuzritter als Geistlicher begleitete und später dem Orden beitrat, den Tempelrittern übergeben. Eine Abordnung sei nach Europa zurückgekehrt, um es dort sicher zu verwahren. Natürlich wisse niemand, an welchem Ort sich die Kostbarkeit heute befinde. Doch es gibt einen, der dem Geheimnis ganz nahe gekommen zu sein scheint, doch spurlos verschwunden ist. Wolfgang Schellenberg, seines Zeichens Experte für mittelalterliche Handschriften. Doch schafft er es, sowohl seine Tochter Kim aus den USA nach Wien zu locken als auch den Ritualforscher Daniel Kremser, dem er als Professor Mentor war. Für die beiden beginnt eine furiose Suche sowohl nach dem Vermissten als auch nach der Reliquie bzw. dem „Lichtstein der Götter“. Dazu gilt es eine geheime Botschaft zu entschlüsseln, die sich im Haus findet, das Wolfgang Schellenberg bewohnt hat. Auf der Buchrückseite weckt folgender Text die Neugier: „Als der Ritualforscher Daniel Kremser eine Nachricht von seinem Mentor Wolfgang Schellenberg aus Wien erhält, ahnt er nicht, dass ihn die anschließende Suche nach dem Professor durch die ganze Stadt und darüber hinaus in die mystische Welt der Templer führt und er dabei zum Gejagten wird. Was verbirgt sich hinter Schellenbergs spektakulärer Entdeckung, dem Templerstein? Dadurch, dass Schellenbergs Tochter Kim heimlich einige Forschungsergebnisse auf ihrem Blogg preisgegeben hat, werden Verfolger auf den Plan gerufen, denen jedes Mittel recht ist, in den Besitz des wertvollen Artefakts zu gelangen. Es offenbart sich ihnen ein düsteres Geheimnis, eine finstere Verschwörung über Jahrhunderte hinweg, die ihren Ursprung in Venedig fand. Eine unerbittliche Jagd beginnt, bei der sie unter dem Einsatz des eigenen Lebens das Rätsel unter Zeitdruck lösen müssen.“Vielmehr sei an dieser Stelle auch nicht verraten, um den Charakter des Krimis zu wahren. Nur so viel sei noch angefügt, dass ein ehemaliges Klarissenkloster eine Rolle spielt, in dessen Krypta der Sonnengesang dargestellt ist. Ein gelungener Debütroman, der in seinem Untertitel Anleihen macht an den Da Vinci Code und durch den Bezug zu Geheimbünden mit einem literarischen Thema spielt, das immer zieht. Der Krimi ist flott geschrieben, so dass die Spannung auf den annähernd 500 Seiten stets erhalten bleibt und zum Weiterlesen antreibt. Die franziskanisch-klarianischen Anklänge mögen für die/den Unkundige/n vielleicht eher verwirrend wirken, für die Insider bereichern sie das Geschehen. Den heiligen Franziskus auf diese Weise in einen Kriminalroman einzubauen, darauf muss frau erst mal kommen!

 

www.infag.de

 

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